Lang, lang ist es her, aber ich lebe immer noch in Oslo.
Viele Tage sind vergangen, ich habe viel Besuch bekommen und daher auch viel Schönes erlebt.
Die Wochen vom 23.10. bis 3.11. sind schnell erzählt. Die Abgabe der ersten wissenschaftlichen Hausarbeit stand an. Da diese auch sehr gründlich auf Plagiate geprüft wurde, musste ich umso mehr Zeit für eine regelgerechte Zitierung aufwenden (um hier nicht als Guttenberg zu enden). Insgesamt habe ich für die Hausarbeit wahrscheinlich mehr gelesen und gemacht, als in einem ganzen Semester in Potsdam.
Nachdem die Hausarbeit fertiggestellt und eingereicht war, konnte ich mich auch mal wieder den angenehmen Dingen zuwenden. Was heißt schwimmen, joggen, Trampolin springen, in die Sauna gehen und die Zeit mit meinen Mitstudenten genießen.
Die Bilder habe ich ganz zum Schluss in eine Diashow eingefügt
Sie sind in chronologischer Reihenfolge
Pünktlich zum Beginn der 5. Jahreszeit konnte ich dann auch meine liebe Tina, nach knapp 2 Monaten, wieder in die Arme schließen. Es war ein sehr surrealer, aber wundervoller Moment.
Am Abend des 11.11. haben wir dann mit einigen anderen Mitstudenten eine Kitchen-Hopping Party veranstaltet. Wir sind also jede Stunde in einer anderen Küche gewesen und haben dort verschiedene Spiele gespielt. War ein sehr lustiger Abend mit vielen schönen Kostümen (Siehe unten)
Das Wochenende vom 12. und 13.11. haben Tina und ich dafür genutzt, noch weitere Sehenswürdigkeiten Oslos kennen zu lernen. Auch für mich als Teilzeit-Kulturbanause war Einiges dabei. So haben wir uns einige Museen, unter anderem die Nationalgalerie mit Edward Münchs “Der Schrei”, angeschaut. Die Museen waren sogar, Oslo-untypisch, umsonst und somit umso schöner.
An unserem 4 jährigen Jahrestag waren Tina und ich dann zum ersten Mal auf der Holmenkollen Aussichtsplattform (beim ersten Besuch Tinas hatte der Blitz eingeschlagen und man konnte nicht hochfahren). Es war ein sehr schöner Ausblick, obwohl ein wenig Nebel im Fjord hing.
Den darauf folgenden Tag konnte ich mich als Zuarbeiter beim Plätzchen backen versuchen. Ich gebe zu, ohne die Hilfe Tinas, wäre das Ganze sicher in einem mittleren Desaster geendet, aber allgemein lässt sich konstatieren. Die Plätzchen sind lecker und mein Kochrepertoir hat sich hier in Oslo, abseits der Plätzchen, ebenfalls um einige Speisen erweitert.
Am 17.11. war es wie auch schon den Tag davor bitterkalt. Der Sognsvann hatte schon angefangen an den Seiten zuzufrieren und ich konnte auch schon auf den Schnee hoffen (letztlich wurde diese Hoffnung die darauffolgenden Tage wieder zerstört). Am Freitag den 18.11. kam dann noch meine liebe Schulfreundin Linh Chi mit zwei Freunden nach Oslo und es stellte sich wieder einmal heraus, dass die Welt ein Dorf ist. Denn ihr Mitbewohner und Kommilitone in Dresden ist der beste Freund einer meiner deutschen Mitstudenten hier in Oslo. Mit der ganzen Bande waren wir dann Freitag und Samstag viel unterwegs. Abends ging es dann meist in die Stadt und tagsüber wurde das leckere (mitgebrachte), deutsche Essen verzehrt.
Es war insgesamt eine wunderschöne Zeit, auch wenn leider eine MasterCard verloren ging und ein Finger, beim KARTEN spielen, verletzt (geprellt) wurde (was sich dadurch erklären lässt, weil dieses Kartenspiel sehr interaktiv war und jeder Spieler bei jedem König sein Hand schnellstmöglich auf diesen legen musste. Der langsamste musste eine Karte ziehen).
Sonntag flog mein Liebling dann wieder nach Hause und auch die liebe Linh Chi verließ mich den Tag darauf. So war ich wieder allein, doch das sollte nicht lange so bleiben …
… denn fünf furchtlose Potsdamer Studenten machten sich auf den Weg, Oslo zu erobern. Zusammen mit ihnen hatte ich wiederrum unvergessliche Tage und Toffi’s Rede am Samstag über uns sechs, werde ich in meinem Leben nicht vergessen
. Neben der üblichen Sightseeing-Tour in Oslo haben wir jeden Tag studentisch Nudeln oder Lasagne gegessen. Feiern waren wir natürlich auch, aber am besten waren immer noch die Nächte mit 5 Leuten auf 10m² (eine mathematische Glanzleistung unsererseits) und einem Karl, der draußen schlafen musste, weil er wieder mal krank geworden war (“Karzillus”).
Um die Tage mit den Jungs zusammen zufassen: Lange Tage, kurze Nächte, wenig Schlaf, viel Lachen, viel Gestank, megaviel Spaß. Am Sonntag, 27.11. sind sie dann früh wieder aus dem Hotel Erasmus ausgezogen und in die reale Welt Berlins zurückgeflogen.
Jetzt beginnt bald die Prüfungszeit und ich werde die nächsten Tage damit verbringen meine letzte Hausarbeit fertigzustellen. Mitte Dezember sind die mündlichen Prüfungen und zwischendurch werde ich mit ein paar Kanadiern und einige Deutschen, zum Abschluss unserer Zeit im Norden, nochmal nach Estland/Talinn fliegen (für 30 Euro mit Ryanair).
In 3 Wochen genau geht es dann wieder heimwärts und diesmal auch in mein geliebtes Dresden, wo ich wunderschöne 2 Wochen verbringen werde, um mich dann in das nächste Abenteuer nach Herzogenaurach zu stürzen. Dort werde ich für ein halbes Jahr ein Praktikum im Bereich Global Marketing Operation & Planning bei der Adidas Group absolvieren, wobei ich immer noch eine Wohnung im Raum Erlangen/Nürnberg suche
Hier die Bilder
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Ich hoffe wieder einmal, dass es euch allen gut geht. Mir geht es wie ihr gelesen habt sehr gut und bald betrete ich auch wieder deutschen Boden. Aber bis dahin hoffe ich, dass es hier noch einmal schneit und ich die Nordlicher sehe.
Liebe Grüße aus Oslo, euer Marc